Neues aus Kunst und Kultur

23. Jan, 2018

Was für ein Schwachsinn, wenn ein Kompliment nicht mal mehr in Poesie gesagt werden darf. Mir gefällt es.

»Trotz internationaler Kritik will die Alice Salomon Hochschule in Berlin ein angeblich sexistisches Gedicht an ihrer Fassade übermalen. Der Akademische Senat beschloss am Dienstag mehrheitlich, statt den Schweizer Lyriker Eugen Gomringer künftig alle fünf Jahre einen neuen Poetikpreisträger mit Verszeilen zu Wort kommen zu lassen.

Gomringer kritisierte die Entscheidung. "Das ist ein Eingriff in die Freiheit von Kunst und Poesie", sagte der 93-Jährige. Er behalte sich rechtliche Schritte vor. Der Deutsche Kulturrat, Spitzenorganisation von 250 Bundeskulturverbänden, reagierte "erschüttert".

Angehörige der Hochschule hatten moniert, Gomringers auf Spanisch verfasstes Gedicht "avenidas" könne Frauen gegenüber als diskriminierend aufgefasst werden. Dabei geht es um den Satz: "Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer". Damit würden Frauen, so die Kritiker, zum Objekt männlicher Bewunderung degradiert...«

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_83102428/alice-salomon-hochschule-laesst-gedicht-uebermalen-kulturschaffende-erschuettert-.html

Die Fassade der Alice Salomon Hochschule in Berlin: Noch sind die umstrittenen Zeilen dort zu lesen. (Quelle: Britta Pedersen/dpa)

Alleen
Alleen und Blumen

Blumen
Blumen und Frauen

Alleen
Alleen und Frauen

Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer.

und noch ein Link

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/gomringer-gedicht--die-alice-salomon-hochschule-entscheidet-gegen-die-kunst-29546600

jetzt kommen sie an.... die Medien.... zur 

Gomringer-Debatte : „Erschreckender Akt der Kulturbarbarei“

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat die Entscheidung der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin, das umstrittene Gomringer-Gedicht zu entfernen, scharf als einen „erschreckenden Akt der Kulturbarbarei“ kritisiert.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/gomringer-debatte-erschreckenden-akt-der-kulturbarbarei-15415612.html

meine Meinung: viel Lärm um nichts.

 

 

18. Jan, 2018

Immer wieder höre ich von Freunden, Kunden und ja... auch von Künstlern die Frage: Was ist Kunst? Bei der Beantwortung dieser Frage streiten sich die Geister. Liegt ,,Kunst" doch immer im Sinne des Betrachters. Am Besten gefiel mir die Definition von Ken Wilder

Kenneth "Ken" Earl Wilber Jr. ist ein US-amerikanischer Autor im Bereich der Integralen Theori., Er befasst sich mit der Zusammenführung von Philosophie, Wissenschaft und Religion, den Erfahrungen der Mystiker und der Meditation mit denen der modernen Forschung. Er gilt als einer der Hauptvertreter einer so genannten "Transpersonalen Psychologie".

Zitat

"Wenden wir uns der Frage zu, was Kunst letztlich ist.

Wenn man zum Beispiel ein großes Werk von van Gogh betrachtet, gewahrt man, was aller großen Kunst gemeinsam ist: Die Fähigkeit, uns den Atem zu nehmen, uns buchstäblich den Atem anhalten zu lassen, zumindest während der ersten Sekunden, in denen man es gewahrt oder es, um genauer zu sein, in unser Wesen eindringt.

In diesem Zustand der Betrachtung will man nichts von diesem Objekt; man möchte es einfach betrachten, man möchte, dass dies niemals aufhört. Man möchte es nicht besitzen, nicht vor ihm davonlaufen und es nicht ändern: Man möchte einfach nur schauen, betrachten, es niemals zu Ende gehen zu lassen.

Dabei kommt es nicht auf den tatsächlichen Inhalt des Kunstwerkes an. Große Kunst ergreift uns gegen unseren Willen und hebt diesen Willen auf. Man wird auf eine stille Lichtung geleitet, frei von Begehren, frei von Ergreifenwollen, frei vom Ich, frei von Selbstbezogenheit. 

Gehen wir noch einen Schritt weiter: Was wäre, wenn es uns irgendwie gelingen könnte, alles in der Welt als etwas außerordentlich Schönes, als ein erlesenes Stück großer Kunst zu sehen? Was wäre, wenn wir jetzt, in diesem Augenblick, alle Dinge und Ereignisse ohne Ausnahme als Gegenstand außerordentlicher Schönheit erkennen könnten?"

Ken Wilber

6. Jan, 2018

Times of India berichtet über eine Ausstellung in der Galerie Sabine Niebuhr 28.12.2017. Macht zwar aus Niebuhr....Neubuhr...aber da werde ich mal nicht so kleinlich sein...smile

3. Sep, 2017

Quelle: dpa/kde

Auf einem US-Flohmarkt entdeckte eine Frau ein Bild, fand den Rahmen schön und kaufte es. Ein sagenhafter Glücksgriff, wie sich herausstellte: Das Bild soll ein wertvolles Gemälde von Renoir sein.

Weil sie den Rahmen schön fand, hat eine Frau auf einem Flohmarkt in den USA für ein paar Dollar ein Bild gekauft – und damit einen Coup gelandet. Denn Experten stufen das kleine bunte Bild als ein Werk des französischen Impressionisten Pierre-Auguste Renoir (1841-1919) ein. Sie schätzen es auf einen Wert von bis zu 100.000 Dollar (etwa 78.000 Euro) – ein Vielfaches des Flohmarkt-Preises.

Sieben Dollar (etwa fünf Euro) bezahlte die Frau aus dem US-Bundesstaat Virginia nach Angaben zahlreicher US-Medien für eine Kiste, in der das Bild, eine Puppe und eine Plastik-Kuh angeboten wurden.

Auch die „Huffington Post“, die die Käuferin eigenen Angaben zufolge interviewte, nannte diesen Kaufpreis. Die „New York Times“ bezifferte den Preis der Kiste auf „unter 50 Dollar“.

Bild ein Jahr in Garage aufbewahrt

Mehr als ein Jahr lang habe sie den Inhalt der Kiste in einer weißen Plastiktüte in ihrer Garage aufbewahrt, zitierte die „Huffington Post“ die Frau, die ihren Namen nicht nennen wollte. Als sie das Bild aus dem goldenen Rahmen nehmen wollte, habe ihre Mutter ihr geraten, es vor dem Entsorgen doch noch einmal prüfen zu lassen.

Experten eines Auktionshauses in Virginia identifizierten das Fundstück dann als „Landschaft am Rande der Seine“, ein Werk des französischen Malers. Wer der Verkäufer war und wie das Bild auf einen Trödelmarkt in Virginia gelangte, ist unklar. Ende September soll das Werk versteigert werden.

Die Flohmarkt-Entdeckerin wollte das Bild nicht selbst behalten. „Ich hätte da zu viel Angst, aber ich bin sicher, dass wer auch immer es kauft, es so behandeln wird, wie es das Bild verdient“, wird sie in der „Huffington Post“ zitiert. „Ich bin nur froh, dass ich es nicht bei einem der vielen Trödelmärkte in meiner Garage weiterverkauft habe.“

https://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article109127967/Frau-kauft-Renoir-Gemaelde-fuer-sieben-

1. Sep, 2017

Dass ich mal einige meiner eigenen Bilder kaufe, hätte ich auch nie gedacht. Eigentlich besteht für mich als professionell arbeitende Künstlerin der Sinn meiner Arbeit im Verkauf meiner Werke. Schließlich muss ich davon leben.

Was war geschehen ???

Anfang des Jahres 2017 starb nach langer und schwerer Krankheit mein ehemaliger Lebensgefährte Alfred Kornett. Die Erben hielten es nicht nur für unnötig, mich von seinem Tod in Kenntnis zu setzten, sie verkauften den gesamten Nachlass ohne mich über den Verbleib meiner Bilder zu informieren.

Diese Bilder waren eine Dauerleihgabe von mir und hätten nicht in die Erbmasse gehört. Darunter auch ein erotisches Gemälde meiner Person, das ich meinem Lebensgefährten Alfred vor Jahren geschenkt hatte und nur für ihn gedacht war. Keinesfalls für Fremde.

Gemalt hat dieses Bild der berühmte Kunstmaler und Filmemacher Frank Otto Sperlich. Rechtlich gesehen gehört ein Geschenk zur Erbmasse, anders als eine Leihgabe. Allerdings bin ich auf diesem Bild und somit werden, mit dem Verkauf dieses Bildes ohne mein Wissen, meine Persönlichkeitsrechte erheblich verletzt. Leider ist der neue Eigentümer nicht bekannt.

Wie erfuhr ich dennoch von der ganzen Geschichte?

Vor ein paar Tagen erhielt ich den Anruf einer jungen Frau, die mir ganz glücklich von ihrer Neuerwerbung berichtete. Sie wäre im Besitz einiger Bilder von mir, die sie in einem Geschäft in Berlin gekauft hätte und würde gerne Kontakt zu mir aufnehmen. Daraufhin bin ich sofort los und konnte 4 meiner eigenen Bilder aufkaufen. Der Rest war leider schon weiter verkauft.

Das nennt man wohl….aus allen Wolken fallen…..