Neues aus Kunst und Kultur

5. Feb, 2018

Ode An Die Freude
Friedrich Schiller

O Freunde, nicht diese Töne!
Sondern laßt uns angenehmere
anstimmen und freudenvollere.
Freude! Freude!

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligthum!
Deine Zauber binden wieder
Was die Mode streng geteilt;
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.

Wem der große Wurf gelungen,
Eines Freundes Freund zu sein;
Wer ein holdes Weib errungen,
Mische seinen Jubel ein!

Ja, wer auch nur eine Seele
Sein nennt auf dem Erdenrund!
Und wer's nie gekonnt, der stehle
Weinend sich aus diesem Bund!

Freude trinken alle Wesen
An den Brüsten der Natur;
Alle Guten, alle Bösen
Folgen ihrer Rosenspur.

Küsse gab sie uns und Reben,
Einen Freund, geprüft im Tod;
Wollust ward dem Wurm gegeben,
Und der Cherub steht vor Gott.

Froh, wie seine Sonnen fliegen
Durch des Himmels prächt'gen Plan,
Laufet, Brüder, eure Bahn,
Freudig, wie ein Held zum Siegen.

Seid umschlungen, Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder, überm Sternenzelt
Muß ein lieber Vater wohnen.
Ihr stürzt nieder, Millionen?
Ahnest du den Schöpfer, Welt?
Such' ihn überm Sternenzelt!
Über Sternen muß er wohnen.

Seid umschlungen, Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder, überm Sternenzelt
Muß ein lieber Vater wohnen.
Seid umschlungen,
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Freude, schöner Götterfunken
Tochter aus Elysium,
Freude, schöner Götterfunken, Götterfunken.



2. Feb, 2018

Die Kuratorin der Manchester Art Gallery Clare Gannaway ließ das Gemälde wegen Sexismus gegen Frauen aus der Sammlung entfernen.


Angeblich soll im September das Gemälde wieder aufgehängt werden.
Bis dahin müssen sich Besucher des Museums mit Fotos von "Hylas und den Nymphen" aus dem Internet begnügen. Selbst die Postkarten des Gemäldes im Museumsshop sind entfernt worden.

So erweckt heute ein Bild von 1896, das über ein Jahrhundert unbeanstandet dort hing Anstoß. Willkommen im Jahrhundert der Spießer. Das ist die neue Prüderie in Europa.

https://www.monopol-magazin.de/museum-manchester-haengt-gemaelde-ab

 

 

25. Jan, 2018

Am 20. Januar 2017 ging der diesjährige VBK Kunstpreis an Jürgen Kellig. 

Der VBK Kunstpreis, gestiftet von den Mäzenen Barbara und Michael Benninghaus, wird jährlich an einen Künstler des Vereins Berliner Künstler vergeben. Mit dem Preis wird ein Werk ausgezeichnet, welches stellvertretend für das Gesamtschaffen des Künstlers steht.  Der Preis umfasst ein Preisgeld sowie eine Einzelpräsentation (30.06.-23.07. 2017) des Preisträgers in der Galerie VEREIN BERLINER KÜNSTLER. Die externe Fachjury 2017 bildeten Daniela Dietsche, Birgit Effinger und Wolfgang Siano.  Aus den eingereichten Arbeiten von 17 Künstler_innen des VBK aller Sparten der Bildenden Kunst, sprachen sich die Juroren, nach eingehender Diskussion und besonderer Würdigung, für die Arbeit "Zivilisation III." aus der Reihe PARTITUREN, 2017 (Tusche auf Papier, 100x100cm) des Künstlers Jürgen Kellig aus

Geschichte:
Unter dem Namen ARAG-Preis ist er erstmalig an Carla Fioravanti im Jahre 1992 verliehen worden. Er umfasste eine Ausstellung im Verein, sowie einen Katalog  und die Kosten der Einladung. Nach einer Denkpause wurde der Preis im Jahre 1994 fortgesetzt und zwar bis  einschliesslich 1997 für Malerei und für Bildhauerei, also an zwei Personen.

Für das folgende Jahr wurde beschlossen, den Preis für einen Berliner und einen Düsseldorfer Künstler zu verleihen, um die ARAG besser einzubinden. Hierzu wurde der Düsseldorfer Kunstverein Malkasten angesprochen. Zum Preis gehörte ab 1998 zusätzlich eine Ausstellung in der Hauptverwaltung der ARAG und in einer Düsseldorfer Galerie.

Wegen eines Inhaberwechsels in der ARAG wurde der Preis nicht weiter geführt. Da die Vorbereitungen für 2001 schon fortgeschritten waren, hat für dieses Jahr die ARAG-Allgemeine den Preis übernommen, allerdings ohne die Düsseldorfer Künstler.

Um das Werk nicht zu beenden, haben Herr Benninghaus und seine Frau den Preis mit Modifizierungen übernommen. Der Preis wurde nach einigen Experimenten in Benninghauspreis umbenannt.

http://www.vbk-art.de/index.php/de/benninghauspreis-.html

 

 

 

24. Jan, 2018

Finde den Fehler!

der Bayerische Kunstförderpreis 2017, soeben vergeben an: Florentin Berner, Andreas Chwatal, Michael Seidler, Johannes Tassilo Walter und Christoph Weisshaar durch Dr. Ludwig Spaenle, MdL, Bayr. Staatsminister für Bildung und Kultus

GALERIE DER KÜNSTLER , BBK München und Oberbayern e.V. Maximilianstr. 42, 80538 #München

#BEESANDBUTTERFLIES aka Dr. Carola Muysers

23. Jan, 2018

Was für ein Schwachsinn, wenn ein Kompliment nicht mal mehr in Poesie gesagt werden darf. Mir gefällt es.

»Trotz internationaler Kritik will die Alice Salomon Hochschule in Berlin ein angeblich sexistisches Gedicht an ihrer Fassade übermalen. Der Akademische Senat beschloss am Dienstag mehrheitlich, statt den Schweizer Lyriker Eugen Gomringer künftig alle fünf Jahre einen neuen Poetikpreisträger mit Verszeilen zu Wort kommen zu lassen.

Gomringer kritisierte die Entscheidung. "Das ist ein Eingriff in die Freiheit von Kunst und Poesie", sagte der 93-Jährige. Er behalte sich rechtliche Schritte vor. Der Deutsche Kulturrat, Spitzenorganisation von 250 Bundeskulturverbänden, reagierte "erschüttert".

Angehörige der Hochschule hatten moniert, Gomringers auf Spanisch verfasstes Gedicht "avenidas" könne Frauen gegenüber als diskriminierend aufgefasst werden. Dabei geht es um den Satz: "Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer". Damit würden Frauen, so die Kritiker, zum Objekt männlicher Bewunderung degradiert...«

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_83102428/alice-salomon-hochschule-laesst-gedicht-uebermalen-kulturschaffende-erschuettert-.html

Die Fassade der Alice Salomon Hochschule in Berlin: Noch sind die umstrittenen Zeilen dort zu lesen. (Quelle: Britta Pedersen/dpa)

Alleen
Alleen und Blumen

Blumen
Blumen und Frauen

Alleen
Alleen und Frauen

Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer.

und noch ein Link

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/gomringer-gedicht--die-alice-salomon-hochschule-entscheidet-gegen-die-kunst-29546600

jetzt kommen sie an.... die Medien.... zur 

Gomringer-Debatte : „Erschreckender Akt der Kulturbarbarei“

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat die Entscheidung der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin, das umstrittene Gomringer-Gedicht zu entfernen, scharf als einen „erschreckenden Akt der Kulturbarbarei“ kritisiert.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/gomringer-debatte-erschreckenden-akt-der-kulturbarbarei-15415612.html

meine Meinung: viel Lärm um nichts.